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WHO-Reiseempfehlung aufgehoben! Die WHO hob mit Wirkung vom 24.06.03 die Reiseempfehlung für Peking auf. Peking war als einziges Gebiet der Welt verblieben, das mit der SARS-Reiseempfehlung belegt
war. zur WHO Meldung
Rückblick - Dr. med. Klaus Späth hat in der Zeit vom 10.04. bis 01.05.2003 aus terminlichen Gründen, gemeinsam mit zwei
weiteren ärztlichen Kolleginnen, eine Akupunkturweiterbildung in Peking wahrgenommen. Er berichtete wie folgt über diese Zeit:
Während der ersten Tage unseres Aufenthaltes war von SARS in Peking nicht Viel zu
spüren. Alle WHO-Meldungen und Hinweise wurden von den offiziellen Stellen heruntergespielt, Peking wurde als absolut sichere Stadt dargestellt. Als dann innerhalb weniger Tage die offizielle Zahl von 15 Infizierten auf 400 korrigiert wurde (und täglich 100 -
150 neue Fälle hinzukamen), folgte der Umschlag ins Gegenteil.
Die Bevölkerung war verständlicherweise irritiert und verunsichert und reagierte mit Panikkäufen in den Supermärkten. Auf den
Straßen, in Taxis und öffentlichen Gebäuden wurde fast ausnahmslos Mundschutz getragen.
Auch die Print- und TV-Medien berichteten täglich umfangreich über SARS, in kürzester Zeit
waren immunstimulierende Kräuter, Tees etc, die einen (vermeintlichen) Schutz vor SARS darstellen sollten, in ganz Peking ausverkauft.
Innerhalb weniger Tage wurden
zunächst alle Schulen, dann öffentliche Gebäude, Tempel, Kinos und Theater b.a.w. geschlossen. Die Entlassung des Pekinger Bürgermeisters und des Gesundheitsministers folgte und stellte sicher ein Eingeständnis
von Regierungsseite bzgl. der Versäumnisse und Ignoranz während der letzten Wochen und Monate hinsichtlich der gebotenen Sorgfalt mit dem Umgang dieser Erkrankung dar. Die
späte Zeche hierfür wird die chinesische Wirtschaft im nächsten Jahr zahlen dürfen. 
Wir Kursteilnehmer hatten selbst keine Sorge, uns zu infizieren, da der praktische Teil des Kurses in der TCM-Klinik durchgeführt wurde, SARS-Patienten bzw. SARS-Verdachtspatienten
wurden in dafür eigens eingerichteten Kliniken behandelt. Zur eigenen Sicherheit wurde jedoch in der Klinik mit Mundschutz gearbeitet und eine tägliche mehrmalige Handdesinfektion empfohlen und auch durchgeführt.
Insgesamt konnte der Kurs daurch weitgehend reibungslos durchgeführt werden, wobei in der letzten Kurswoche die Patientenfrequenz deutlich abnahm, da viele Patienten aus Angst zuhause blieben. Der 3 Wochen-Kurs
(A-Diplom) selbst war inhaltlich und didaktisch sehr gut, insbesondere weil wir aufgrund vieler Stornierungen praktisch in den Genuss von Einzelunterricht kamen: 1 Professor + 1
Dolmetscher + 2 Kursteilnehmer ! (Anmerkung A. Rinnößel: 23 Grund- und Fortgeschrittenenkursteilnehmer stornierten bzw. verschoben)
Dr. med. Klaus Späth
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